Übergewicht: Ja oder Nein? BMI oder WHtR?

 

Bildquellenangabe: Benjamin Klack  / pixelio.de

Bildquellenangabe: Benjamin Klack / pixelio.de

 

Der BMI liefert einen groben Überblick.

 

Um festzustellen, ob jemand Über- oder Untergewicht hat, kann man natürlich eine Waage benutzen oder ein Maßband, aber letztlich ist all das recht willkürlich und führt zu keiner verbindlichen Aussage. Heutzutage benutzen wir den Body Mass Index (BMI) um Über- bzw. Untergewicht festzustellen. Der BMI berechnet sich aus dem Quotienten aus Körpergewicht und der Körpergröße zum Quadrat, und wir erhalten so die Körpermasse.

 

Den BMI leicht errechnen.

Das geht ganz leicht mit Hilfe von BMI Rechnern.

BMI Rechner

Gewicht: in KG
Größe: in cm

(c) BMI-Rechner.net |
calculate BMI

 

Übergewicht? Den ermittelten Wert einordnen.

Wenn wir nun den Wert errechnet haben, müssen wir ihn auch noch einordnen. Da hilft uns die Weltgesundheitsorganisation WHO, die den BMI in Relation zum Gewicht stellt und als Orientierung folgenden Werte herausgegeben hat, die auch den meisten Medizinern als  Orientierung dienen.
18,5 – 24,9 Normalgewicht

21 – 23 Optimal

25,0 – 29,9 Übergewicht

mehr als 30,0 Fettleibigkeit

Quelle:  WHO

Ganz unumstritten ist die Einstufung nach BMI aber  nicht und so sollte jeder berücksichtigen, dass es sich bei dem BMI nur um eine grobe Einschätzung handeln kann. Es wird weder das Geschlecht und die Statur berücksichtigt noch die Zusammensetzung der Körpermasse aus Fett- und Muskelgewebe. Durchtrainierte Sportler haben abhängig von der Sportart einen mehr oder weniger hohen BMI, obwohl sie nicht dick sind, allein aufgrund ihrer Muskelmasse.

 

Besser: mit Hilfe von WHtR den Bauchfettanteil bestimmen

Laut einer über achte Jahre laufenden Studie der Ludwig-Maximilians-Universität, München, an 11.000 Probanden ist das Verhältnis von Bauchumfang und  Körpergröße zur Bewertung gesundheitlicher Risiken besser geeignet. Mit Hilfe des WHtR (Waist-to-height ratio) kann der gesundheitlich bedenkliche Bauchfettanteil genauer bestimmt werden. Und genau dieses Bauchfett schadet der Gesundheit, denn die Fettzellen am Bauch sondern andere Stoffe ab, als die Fettzellen in anderen Regionen des Körpers. Durch diese Stoffe wird die Verkalkung der Arterien gefördert und die Wirkung des Insulins gebremst. In der Folge steigen dann die Risiken für Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes Typ 2.

Berechnet wird der WHtR in dem sie den Quotienten berechnen aus Taillenumfang (Dividend) und Körpergröße (Divisor). Für unter 40 Jährige ist ein Wert über 0,5 kritisch, bei über 50 Jährigen ein Wert von 0,6.

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